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Ausschreitungen vor NATO-Gipfel in Straßburg

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Ausschreitungen vor NATO-Gipfel in Straßburg

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Vor dem Gipfeltreffen der NATO ist es im französischen Straßburg zu Ausschreitungen gekommen. Hunderte Demonstranten lieferten sich heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Rund einhundertfünfzig Menschen wurden festgenommen.

Vorangegangen war eine spontane Kundgebung zum Gedenken an den Demonstranten, der am Tag zuvor beim G-20-Gipfel in London gestorben war. Allerdings ist inzwischen unwahrscheinlich, dass es sich überhaupt um einen Demonstranten handelte. Ein kleinerer Protestmarsch in Baden-Baden verlief friedlich. Die NATO feiert heute und morgen ihren sechzigsten Geburtstag. Die Veranstaltungen dazu finden auf beiden Seiten der deutsch-französischen Grenze statt – zunächst in Baden-Baden; morgen früh wechseln die NATO-Spitzen dann von der Grenzstadt Kehl aus über den Rhein nach Straßburg. Das Sicherheitsaufgebot ist auch bei diesem Gipfeltreffen wieder enorm: Mehr als zehntausend Polizisten sind in Frankreich im Einsatz, sogar rund fünfzehntausend sind es auf deutscher Seite. Die Anwohner müssen starke Einschränkungen hinnehmen oder sind über das Wochenende gleich geflüchtet. Hauptthema des Gipfels wird die Zukunft des Afghanistan-Einsatzes sein. Hier gibt es aber ebenso große Meinungsverschiedenheiten wie über das Verhältnis zu Russland. Auch die Nachfolge von Jaap de Hoop Scheffer ist noch offen: Im Juli hört der NATO-Generalsekretär auf. Gegen den möglichen Nachfolger Anders Fogh Rasmussen aus Dänemark hat die Türkei Einspruch erhoben.