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Immer mehr Amerikaner arbeitslos

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Immer mehr Amerikaner arbeitslos

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Die Arbeitsmarktdaten aus den USA zum Monat März sind deprimierend: seit Oktober 1949 sind nicht mehr so viele Stellen von einem Monat auf den anderen verschwunden:

der Verlust beträgt 663.000 Stellen und ist der 15. in Folge. Seit dem Beginn der Rezession gingen bereits fünf Millionen Jobs verloren. Die Arbeitslosenquote stieg von 8,1 Prozent im Februar auf 8,5 Prozent. Das Risiko für eine erneute Verschlechterung der konjunkturellen Situation steigt bei diesen Zahlen. In Baden-Baden nahm der amerikanische Präsident Barack Obama die Arbeitslosenzahlen zum Anlass, noch einmal auf die Wichtigkeit der G20-Beschlüsse hinzuweisen. Beim Gipfel hätten sich alle beherzt den Aufgaben gestellt, weil sich niemand isolieren könne. Alle Märkte hingen voneinander ab, Kapital fließe in Sekundenschnelle über Grenzen. Daher gelte: “Wenn wir nicht gemeinsam vorgehen, gehen wir gemeinsam unter.” Die Verbraucherausgaben in den USA sind entsprechend niedrig. Experten sagen voraus, dass die Arbeitslosenzahl noch weiter steigen wird. Besonders hart getroffen von Jobverlusten war im März das verarbeitende Gewerbe, gefolgt vom Dienstleistungsberufen und der Baubranche. Die Bauwirtschaft büßte im Zuge der schweren US-Immobilienkrise im vergangenen Monat schon 123 000 Arbeitsplätze ein.