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Mit 1,1 Billionen Dollar aus der Krise

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Mit 1,1 Billionen Dollar aus der Krise

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Mit 1,1 Billionen Dollar wollen die G-20 die schwerste Wirtschaftskrise seit 80 Jahren bekämpfen. Außerdem einigten sie sich am Donnerstag auf ihrem Gipfel in London auf eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte und die Beseitigung des Bankgeheimnisses. Bezahlungen und Boni für Manager sollen weltweit geregelt werden.

Der gastgebende britische Premierminister Gordon Brown ist mit dem Erreichten zufrieden: “Heute hat sich die Welt zusammengefunden, um die globale Rezession zu bekämpfen. Nicht mit Worten, sondern mit einem Plan für den Aufschwung und Reformen”, schwärmte Brown. Deutschland und Frankreich konnten große Teile ihrer Vorstellungen durchsetzen. Dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy war die Genugtuung anzumerken: “Ehrlich, wir hätten niemals geglaubt, eine so weitreichende Übereinkunft zu erzielen. Dies ist nicht der Sieg eines Lagers über das andere, sondern die Erkenntnis der ganzen Welt, dass wir uns ändern müssen”. Doch diese Verhaltensänderung können Vertreter von Umwelt- und Hilfsorganisationen nicht erkennen. Die Chance für eine ökologische Reform der Weltwirtschaft sei vertan worden: “In dieser Krise geben wir viel Geld zur Ankurbelung der Wirtschaft aus. Das wäre der Moment gewesen, an dem man sagt, wir können so nicht weitermachen. Wir müssen eine Wirtschaft mit niedrigerem CO2-Ausstoß erreichen und dafür brauchen wir enorme öffentliche Investitionen”, fordert Duncan Green, Forschungsdirektor von Oxfam. Die Mittel des Internationalen Währungsfonds werden verdreifacht. Ein beträchtlicher Teil des Geldes für diese Aufstockung wird aus China kommen.