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Pronto! statt Protokoll

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Mit einem Dauertelefonat hat Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi die um Einigkeit bemühte Gipfel-Choreographie gesprengt.

Gastgeberin Angela Merkel musste sich zunächst noch das Lachen verkneifen. Sie wartete an der Fußgängerbrücke in Kehl, um diese gemeinsam mit den Kollegen symbolträchtig nach Straßburg zu überqueren. Und in der Mitte Nicolas Sarkozy zu treffen. Berlusconi aber telefonierte weiter. Als die deutsche Kanzlerin nach einer knappen halben Stunde alle Gäste begrüßt hatte, verging ihr das Lachen. Ohne Berlusconi und mit Verspätung schritten die NATO-Politiker zu Gruppenfoto und Schweigeminute. Nach Angaben seines Büros hatte Berlusconi den türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan bearbeitet, um ihm den Widerstand gegen den Dänen Anders Fogh Rasmussen als neuen NATO-Generalsekretär auszureden. Ohne Erfolg. Der Gipfel vertagte die Entscheidung.