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Schwarzer Block bestimmt das Bild bei Anti-NATO-Protesten

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Schwarzer Block bestimmt das Bild bei Anti-NATO-Protesten

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Statt Friedensdemonstrationen pure Gewalt: Auf französischer Seite ist die Lage beim NATO-Gipfel am Nachmittag eskaliert. Kaum war die Politprominenz weg, setzten Vermummte das alte Zollhaus an der Europa-Brücke in Brand, sowie ein Hotel in unmittelbarer Umgebung. Auch ein Tourismus-Büro und eine Apotheke im Umkreis fielen den Randalierern zum Opfer.

Die Straßburger Präfektur sprach von etwa 1000 gewaltbereiten Demonstranten. Die Polizei stellte bei einigen Militanten scharfe Waffen sicher. In der Straßburger Innenstadt versammelten sich laut Veranstaltern etwa 30.000 NATO-Gegner, laut Präfektur 10.000 zur Großdemonstration. Die Organisatoren distanzierten sich von der Gewalt. Doch ins Bild ist bei diesen NATO-Protesten der Schwarze Block der Militanten gerückt. Wegen der Ausschreitungen am Brückenausgang Richtung Straßburg sperrte die Polizei beide Brücken, die dort über den Rhein führen. Damit wurde es den 7000 friedlich gesinnten Demonstranten auf deutscher Seite unmöglich, wie geplant von Kehl aus über die Brücke nach Frankreich zu ziehen und sich dort den Anti-NATO-Massenprotesten anzuschließen.