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Weltweit Kritik an Nordkoreas Raketentest

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Weltweit Kritik an Nordkoreas Raketentest

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Die USA und die EU verurteilten den Raketenstart einmütig als Verletzung internationaler Regeln. US-Präsident Barack Obama warf Nordkorea vor, sich damit über die Resolution des Weltsicherheitsrats hinweggesetzt zu haben.

Er sei sehr zufrieden, dass die EU und die USA sich in der Frage auf eine gemeinsame Stellungnahme geeinigt hätten. Das sei ein Anzeichen für die Tatsache, dass Europa und die USA, wenn sie gemeinsam handelten, etwas bewirken könnten, nicht nur bei lokalen Themen, sondern auch bei internationalen Angelegenheiten. Auch EU-Kommissionschef Jose Manuel Barroso betonte nach dem amerikanisch- europäischen Gipfeltreffen den beiderseitigen Schulterschluss gegen Pjöngjang: Die EU wolle mit den USA und der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, vor allem im Rahmen der Vereinten Nationen, um einen gemeinsamen Standpunkt zu vertreten. Ein ähnliches Echo auch aus Japan, über das die Rakete hinwegflog: Ministerpräsident Taro Aso klagte, dass Nordkorea sich damit über die wiederholten Warnungen Japans hinweggesetzt habe. Sein Land sehe dies als extrem provokativ an und könne das nicht hinnehmen. Deshalb werde Japan in Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft die Frage weiterverfolgen, denn die UN-Resolution sei klar verletzt worden. China und Russland hingegen mahnten zu Zurückhaltung. Und von den beiden Vetomächten hängt das Vorgehen im Weltsicherheitsrat ab.