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Befürchtungen nach Nordkoreas Raketenstart

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Befürchtungen nach Nordkoreas Raketenstart

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Der Raketenstart Nordkoreas zeigt Wirkung – egal, ob er nun wirklich ein Erfolg war und jetzt ein nordkoreanischer Satellit im All schwebt. Im Süden des geteilten Landes breitet sich ebenso Besorgnis aus wie im nahegelegenen Japan und den westlichen Ländern.

Mit einer mehrstufigen Rakete vom Typ Taepodong-2 hat Nordkorea nach eigenen Angaben einen Satelliten in den Weltraum geschossen. Nach Ansicht Japans und der USA ist dagegen nie ein Flugkörper in der Umlaufbahn angekommen; alle Raketenteile seien ins Meer gestürzt. Das macht die Sorgen nicht geringer: Für Nordkoreas Kritiker war der Satellitenstart ohnehin nur ein Deckmantel, um in Wahrheit eine militärische Langstreckenrakete zu testen. Die zweite Raketenstufe überflog immerhin Japan und kam damit doppelt so weit wie das Vorgängermodell Taepodong-1: mehr als dreitausend Kilometer. Nordkorea trotzt mit dem neuen Raketenstart auch der UNO: Eine Resolution des Sicherheitsrats verbietet dem Land des Diktators Kim Jong Il Starts ballistischer Raketen. Auslöser war vor zweieinhalb Jahren ein Atomtest Nordkoreas; vorangegangen war kurz zuvor der erste Test der Taepodong-2. Die Meinung jetzt im Sicherheitsrat ist geteilt: Auf Antrag Japans kam das Gremium zusammen, ging aber ohne einen Beschluss wieder auseinander. Vor allem China und Russland mahnen zu Vorsicht im Verhalten gegenüber Nordkorea, um die Spannungen in der Region nicht noch zu verschärfen. Einige Ratsmitglieder sehen im Start einer Weltraumrakete auch keine Verletzung vorheriger UNO-Resolutionen.