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Djordje Ivanov nach Stichwahl neuer Präsident

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Djordje Ivanov nach Stichwahl neuer Präsident

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Djordje Ivanov ist neuer Staatspräsident von Mazedonien. Das steht nach Auszählung fast aller Stimmen fest.

Der konservative Ivanov bekam bei der Stichwahl 63 Prozent, der Sozialdemokrat Ljubomir Frčkovski 37. Amtsinhaber Branko Crvenkovski trat nach fünf Jahren nicht mehr an. Ivanov will nun verstärkt das Gespräch mit dem Nachbarn Griechenland suchen, um endlich den Streit um den Namen Mazedonien zu lösen – das Haupthindernis für einen Beitritt zu NATO und EU. Grundlage der laufenden Vermittlungen seien aber völkerrechtliche Normen, sagt Ivanov, davon könne man nicht abgehen. Eine Lösung müsse für beide Seiten annehmbar sein. Der Gewinn des höchsten Staatsamts stärkt erneut die Konservativen, die mit Nikola Grujevski schon den Regierungschef stellen. Auch bei den jetzigen Kommunalwahlen haben sie fast alles gewonnen. Für manche ist das schon ein bisschen zuviel Macht für eine einzige Partei. Von der Befürchtung spricht die Politikwissenschaftlerin Biljana Vankovska, dass so eine Machtansammlung von den Gemeinden bis hoch zum Präsidenten für eine junge Demokratie viele Gefahren bringe. Zumindest verliefen die Wahlen ruhig: Nach den Zwischenfällen vom letzten Jahr bei der Parlamentswahl für Mazedonien ein wichtiger Nachweis der Europatauglichkeit.