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Obama in der Türkei

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Obama in der Türkei

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US-Präsident Barack Obama ist am Sonntag in Ankara eingetroffen. Er wird mehrere Tage in der Türkei bleiben. Sein Besuch in Ankara und dann in Istanbul wird in der Türkei als Zeichen der gewachsene Bedeutung des Landes verstanden. Es ist seit Obamas Amtsantritt sein erster Besuch in einem muslimischen Land, von dem auch ein Signal der Zusammenarbeit mit gemäßigten Kräften in der gesamten islamischen Welt erwartet wird. Und noch mehr. Obama verlangte: “Weiter daran arbeiten, dass die Türkei Mitglied der EU wird. Dies ist ein wichtiges Zeichen, dass die Türkei auch förmlich in Europa verankert wird.”

Schon zuvor beim Natogipfel in Prag hatte Obama dies gefordert und war dabei auf erheblichen Widerstand bei der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy gestossen. Dieser erneuerte die ablehnende Position und erklärte: “Es ist Sache der EU darüber zu entscheiden. Ich war immer gegen eine Mitgliedschaft der Türkei und ich bleibe dabei. Ich glaube, die überwältigende Mehrheit der Europäer vertritt die selbe Position wie Frankreich. Die Türkei ist ein großes Land, ein Alliierter Europas und Amerikas und sollte ein priviligierter Partner bleiben.” Während des mehrtägigen Besuches Obamas in der Türkei, gelten in Istanbul und Ankara schärfste Sicherheitsvorkehrungen.