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Unruhen nach umstrittener Parlamentswahl

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Unruhen nach umstrittener Parlamentswahl

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Zwischen Regierungsgegnern und Polizei ist es in Moldawien zu schweren Auseinandersetzungen gekommen. Auf beiden Seiten gab es Verletzte; einem Bericht zufolge kam eine Frau ums Leben. Demonstranten stürmten in der Hauptstadt Chisinau das Parlamentsgebäude und den Präsidentensitz.

Die Proteste richten sich gegen den Ausgang der Parlamentswahl vom Sonntag. Deutlicher Sieger dieser Wahl sind erneut die Kommunisten, die Moldawien schon bisher allein regieren. Die ehemalige Sowjetrepublik gehört zu Europas ärmsten Ländern. Ein weiteres Problem ist der Konflikt um das abtrünnige Transnistrien: Dort leben vorwiegend russisch- und ukrainischstämmige Einwohner, während Moldawien sonst rumänisch geprägt ist. Die Kommunisten haben im neuen Parlament nun wahrscheinlich die absolute Mehrheit und bestimmen damit auch wieder den neuen Präsidenten, der Wladimir Woronin ablöst. Die Opposition wirft ihnen Wahlbetrug vor; europäische Beobachter der OSZE sehen die Wahl aber positiv, wenn auch mit einigen Mängeln. Nach einem unbestätigten Bericht haben Regierung und Opposition jetzt eine Neuauszählung der Stimmen vereinbart. Nach anderen Angaben sind die Forderungen der Opposition aber noch nicht erfüllt.