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Kampf gegen Plünderer nach Erdbeben

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Kampf gegen Plünderer nach Erdbeben

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Auch wer zu seinem Haus will, um in den Trümmern nach Habseligkeiten zu suchen, muss sich erst überprüfen lassen: Mit strengen Kontrollen versuchen die Sicherheitskräfte im Erdbebengebiet, möglichen Plünderungen vorzubeugen.

Inzwischen hat es offenbar auch Festnahmen gegeben. Die Regierung verspricht schärfere Maßnahmen gegen die Plünderer: Man werde Plünderung künftig als eigenen Straftatbestand einführen, sagt Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Wie man das genau nenne, stehe noch nicht fest; aber man werde dafür schwere Strafen festlegen. Wer so tief sinke, in einem solchen Augenblick so zu handeln, dem fehle jegliche Moral. Ob aus den Häusern oder aus der Kirche: Die Leute versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Die am schwersten betroffenen Orte, wie das Zentrum von L’Aquila, sind aber abgeriegelt worden. Wer hinein will, kann das nur unter Begleitung tun. Mehr als vierhundert Polizisten sind inzwischen zusätzlich in das Katastrophengebiet geschickt worden, um Plünderungen zu verhindern. Die Absperrungen und Kontrollen haben aber nicht nur mit der Gefahr von Plünderungen zu tun: Gerade angesichts der vielen Nachbeben können auch weiterhin noch Häuser einstürzen.