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Neue Proteste gegen Regierung in Chisinau

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Neue Proteste gegen Regierung in Chisinau

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Erneut haben sich in Chisinau Demonstranten versammelt; an die Unruhen vom Vortag in der moldawischen Hauptstadt erinnert aber diesmal nichts.

Die Proteste richten sich gegen den erneuten deutlichen Wahlsieg der Kommunisten vom Sonntag. Im neuen Parlament hat die Partei die absolute Mehrheit, die Opposition ist weit abgeschlagen und spricht von Wahlbetrug. Allerdings haben europäische Beobachter keine ernsthaften Mängel festgestellt. Staatspräsident Wladimir Woronin macht für die Unruhen nun den Nachbarn Rumänien verantwortlich. Der rumänische Botschafter wurde ausgewiesen. Beide Länder gehörten früher zusammen; die Idee eines erneuten Zusammenschlusses kommt immer wieder auf. Rumänien bestreitet dagegen jede Verwicklung in die Proteste. Trotzdem will Moldawien jetzt die Grenzkontrollen verschärfen und für Rumänen wieder die Visapflicht einführen. Ein wichtiger Grenzübergang war für Stunden ganz geschlossen.