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Obama bekräftigt im Irak Truppenabzug

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Obama bekräftigt im Irak Truppenabzug

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US-Präsident Barack Obama hat bei einem Überraschungsbesuch im Irak den geplanten Abzug der amerikansichen Truppen bekräftigt. Die Iraker müssten mehr Veranwortung übernehmen, so Obama, die USA könnten nur ein getreuer Partner sein.

Während der vierstündigen Visite traf der US-Präsident unter anderem mit Ministerpräsident Nuri al-Maliki und Präsident Dschalal Talabani zusammen. Obama lobte die Fortschritte bei der Sicherheit, es müsse aber noch viel getan werden. Im Al-Fao-Palast, der jetzt zum US-Camp Victory gehört, wurde Obama von rund 600 Soldaten bejubelt. Er dankte ihnen für ihre – so wörtlich – “brilliante Leistung”. Warnte aber auch, die kommenden 18 Monate könnten kritisch werden. Wie unsicher Bagdad sechs Jahre nach dem Einmarsch der US-Truppen noch immer ist, zeigte auch dieser Tag: Kurz vor Obamas Eintreffen explodierte dort eine Autobombe, am Vortag waren es sechs gewesen. Es war Obamas dritter Irak-Besuch und der erste als US-Präsident. Der irakische Journalist, der beim letzten Besuch eines US-Präsidenten aus Protest einen Schuh auf Obamas Amtsvorgänger George W. Bush geschleudert hatte, muss dafür statt drei Jahren nur noch ein Jahr ins Gefängnis. Ein Berufungsgericht reduzierte die Haftstrafe.