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Regierungsumbildung: Salgado wird Finanzministerin

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Regierungsumbildung: Salgado wird Finanzministerin

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Ein neues Kabinett für eine neue Kraft: Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero hat seine Regierung umgebildet. Sechs von 17 Ressorts werden neu besetzt. Weiterhin sind gleich viele Frauen wie Männer im Kabinett.

König Juan Carlos vereidigte die bisherige Ministerin für öffentliche Verwaltung Elena Salgado neu als künftige Wirtschafts- und Finanzministerin. Sie gilt als erfahrene Politikerin, ist in Finanzkreisen jedoch weniger bekannt als Amtsvorgänger Pedro Solbes. Zapatero begründete den Neubeginn mit der Wirtschaftskrise. Er dankte Solbes für seine Hartnäckigkeit, Hingabe und politische Intelligenz. Solbes hatte sich als EU-Währungskommissar um die Euro-Einführung verdient gemacht. Nun geht der 66-Jährige im Einvernehmen. Zuletzt stellte er sich gegen zusätzliche Ausgaben – und damit auch gegen den Regierungschef. Für den konservativen Oppositionsführer Mariano Rajoy – in Umfragen vor Zapatero – ist die Umbildung ein Ausdruck des Scheiterns des Regierungschefs, dessen Mannschaft und dessen Politik. Trotz Milliardenspritzen hat sich die Arbeitslosigkeit in Spanien verdoppelt, die Rate ist mit 15,5 Prozent die höchste in der EU und könnte, so fürchtet die Madrider Zentralbank, weiter steigen.