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Wahlausgang so gut wie klar

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Wahlausgang so gut wie klar

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In Algerien wird an diesem Donnerstag ein neuer Präsident gewählt – und der Sieger steht bereits fest: Es gilt als sicher, dass Abdelaziz Bouteflika eine dritte Amtszeit antreten wird. Der 71-Jährige hatte eigens die Verfassung ändern lassen, die eigentlich nur zwei Mandate vorsah. Bouteflika gilt als gesundheitlich angeschlagen, in der Hauptstadt Algier sind fast nur Wahlplakate von ihm zu sehen. Eine Frau in Algier sagte, Bouteflika habe alles für die Algerier getan. Er habe das Land wieder aufgebaut, den Terrorismus ausgelöscht; Gott sei Dank sei nun alles in Ordnung. Wer nicht für Bouteflika stimme, der zerstöre das Land. Dennoch: Die wichtigsten linken und islamistischen Oppositionsparteien haben zum Wahlboykott aufgerufen. “Nationale Trauer” heisst es auf diesem Plakat in Algier. Fünf Gegenkandidaten treten gegen Bouteflika an, eine von ihnen ist die Trotzkistin Louisa Hanoune. Chancen hat sie nicht, 2004 kandididerte sie als erste Frau bei einer Präsidentschaftswahl – Hanoune erhielt ein Prozent der Stimmen. Die einzige offene Frage bei dieser Wahl, so scheint es, bleibt die Beteiligung. Vor zwei Jahren bei der Parlamentswahl gaben nicht einmal 35 Prozent der Algerier ihre Stimme ab.