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Zweite Nacht im Kalten für Erdbebenopfer

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Zweite Nacht im Kalten für Erdbebenopfer

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Für die Überlebenden der Katastrophe war es die zweite Nacht in der Kälte: Viele sind hier im Erdbebengebiet in Zelten untergekommen, einige schlafen aber auch nach wie vor in ihren Autos.

L’Aquila zum Beispiel liegt gut siebenhundert Meter hoch; hier ist es durchaus noch empfindlich kühl. “Letzte Nacht war es sehr kalt”, sagt auch diese Frau; “und die Nacht davor hat es stark geregnet. Zum Glück hatte der Zivilschutz Decken für uns, dadurch hatten wir es mit den Kindern warm.” Siebzehntausend Menschen sind obdachlos geworden. Die Regierung hat angekündigt, dass insgesamt zwanzig Zeltlager errichtet werden sollen, für mehr als vierzehntausend Bewohner. Außerdem haben Hotels an der nahen Adriaküste Tausende Betten angeboten, zumindest bis zum Saisonbeginn. Allerdings wollen viele Betroffene lieber in der Nähe ihrer Häuser bleiben. Zusätzlich hat das Schweizerische Rote Kreuz jetzt zweihundert Zelte geschickt. Sie sind heute angekommen und sollen bis zum Abend aufgestellt werden. Die Zelte sind mit Betten und Heizungen ausgestattet; eintausend Menschen können hier wohnen. Zu dem Transport aus der Schweiz gehören auch zwei große Mehrzweckzelte, zum Beispiel für Gemeinschaftsküchen.