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170 Millionen an die Urnen gerufen

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170 Millionen an die Urnen gerufen

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In Indonesien wird ein neues Parlament gewählt. Mehr als 170 Millionen Wahlberechtige auf rund 17.000 Inseln sind dazu an die Urnen gerufen. Gewählt wird nicht nur das Parlament, es werden auch Provinz- und Kommunalvertretungen neu besetzt.

In dem riesigen Inselreich, das sich von West nach Ost über mehr als 5000 Kilometer erstreckt, kämpfen Kandidaten aus 38 Parteien um 18.000 Mandate. Als Favorit geht die erst vor wenigen Jahren gegründete Demokratische Partei von Präsident Susilo Bambang Yudhoyono ins Rennen. Er versprach mehr Geld für Arme und mehr Kredite für kleine Unternehmen. Gute Chancen hat ebenfalls die Partei PDI-P der ehemaligen Präsidentin Megawati. Sie versprach die Schulden zu senken und Exporte zu stärken. Die 20 Prozent Hürde ist entscheidend: Wer diese schafft, kann einen eigenen Kandidaten für die Präsidentenwahl im Juli nominieren. Unter den Bewerbern sind auch viele Frauen. Eine Wahlrechtsreform hat ihre Rolle gestärkt. Mindestens 30 Prozent der Kandidaten einer Partei müssen Frauen sein. Laut Experten ist die Wahl in der drittgrößten Demokratie der Welt ein logistischer Alptraum. Die Stimmzettel sind ellenlang, Warteschlangen vor den Wahllokalen vorprogrammiert. Mit einem amtlichen Endergebnis wird Ende des Monats gerechnet.