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Erdbeben fordert bislang 280 Todesopfer

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Erdbeben fordert bislang 280 Todesopfer

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Etwa 280 Todesopfer, das ist die Bilanz drei Tage nach dem schweren Erdbeben in Italien. An diesem Donnerstag war Staatspräsident Giorgio Napolitano in L’Aquila im Katastrophengebiet, auf große Gesten verzichtete er aber. Napolitano forderte zu einer “Gewissensprüfung” auf; man müsse sich ernsthaft fragen, wer dafür verantwortlich sei, dass Bauvorschriften missachtet und Kontrollen umgangen werden konnten. Es handle sich, so Napolitano, um eine “geteilte Unverantwortlichkeit”. Die Suche nach Überlebenden unter den Trümmern soll bis Ostern fortgesetzt werden, zuletzt war am Dienstag abend eine 20-Jährige geborgen worden. Auch an diesem Donnerstag gab es wieder mehrere Nachbeben in den Abruzzen, die Polizei hat Sperrzonen eingerichtet, weil zahlreiche Häuser einsturzgefährdet sind. L’Aquila gleicht einer Geisterstadt. Schätzungsweise 28.000 Menschen wurden obdachlos, die meisten sind in Hotels und Zeltstädten untergebracht. Nach Ostern will die Regierung über Wiederaufbaupläne beraten. Am Karfreitag werden die Italiener der Erdbebenopfer in einer Messe und einem Staatstrauerakt gedenken.