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Geisterstadt L'Aquila

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Geisterstadt L'Aquila

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L’Aquila ist eine Geisterstadt. Die Regionalhauptstadt der Abruzzen wurde mit am schwersten von dem Erdbeben getroffen. Das historische Zentrum wurde inzwischen abgeriegelt, um Plünderungen zu vermeiden.

Regierungschef Silvio Berlusconi kam bereits den dritten Tag in Folge. Staatspräsident Giorgio Napolitano kündigte sich auch an. Berlusconi erklärte, 30 Prozent der Menschen hätten Zuflucht bei Freunden oder Familie gefunden. 17.000 Plätze gebe es in Hotels. 10.000 seien bereits besetzt. Die restlichen 7.000 sollen nun ebenfalls vergeben werden. Das Rugby-Stadion in L’Aquila wurde in eine Zeltstadt verwandelt. Tausende ohne Obdach finden hier Zuflucht. “Wir haben bereits drei Nächte im Auto verbracht. Jetzt haben wir ein Zelt.” Auf die Frage, um was sie sich am meisten sorge, antwortet eine Betroffene: “Die Kinder!” “Ich bin nicht mehr die Jüngste”, meint eine Überlebende. “Wir haben Angst vor dem was kommt.” Die Menschen in L’Aquila lässt das Erdbeben enger zusammenrücken. Nachbarn helfen sich gegenseitig, spontan wird Hilfe organisiert.