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Mehr Geld für Europas Fischzucht

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Mehr Geld für Europas Fischzucht

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Die Fischzucht soll in Europa stärker gefördert werden. Nach Ansicht der EU-Kommission sind die Möglichkeiten so genannter Fischfarmen noch lange nicht ausgeschöpft. Seit Jahren stagniert die Fischerzeugung in der EU, trotz aller bisherigen Förderung.

Vor allem fünf Länder betreiben hier Fischzucht. Bevorzugte Arten sind Forelle, Lachs und Karpfen, dazu kommen Muscheln. In Deutschland wird nur wenig Fisch gezüchtet, in Binnengewässern wie Karpfenteichen. Weltweit ist bisher die Konkurrenz aus Südostasien und Südamerika zu stark. In Europa, aber außerhalb der EU, ist auch Norwegen mit seiner Lachszucht sehr erfolgreich. Mit verstärkter Fischzucht will die Kommission Europa jetzt unabhängiger von Importen machen, Arbeitsplätze schaffen und die Meere vor Überfischung schützen. Gefördert wird nun unter anderem die Forschung, aber auch Werbekampagnen für ein besseres Image von Zuchtfisch. Vielen Verbrauchern gilt er als minderwertig. Abhilfe erhofft sich die Kommission zum Beispiel von aufklärenden EU-Etiketten. Auch Umweltschützer haben aber Einwände gegen Fischfarmen: Nach ihren Angaben muss man dort fünf bis sechs Kilo Wildfisch verfüttern, um ein Kilo Zuchtfisch zu erhalten.