Eilmeldung

Eilmeldung

Zehntausende fordern Rücktritt Saakaschwilis

Sie lesen gerade:

Zehntausende fordern Rücktritt Saakaschwilis

Schriftgrösse Aa Aa

In Georgiens Hauptstadt Tiflis haben Zehntausende Anhänger der Opposition den Rücktritt von Präsident Michail Saakaschwili gefordert. Sie werfen ihm eine autoritäre Politik vor und sehen seinen Rücktritt als Ausweg aus der innenpolitischen Krise. Außerdem machen sie Saakaschwili für den Krieg mit Russland im vergangenen August verantwortlich. Die Demonstrationen gingen so lange weiter, bis Saakaschwili zurücktrete, hieß es in Kreisen der Opposition. Seine Amtszeit dauert bis 2013. Irakly Alasania, einer der Oppositionsführer, sagte, heute müsse man der Welt zeigen, dass der Wille und die Stärke des Volkes einen Wechsel herbeiführten. Er bedanke sich bei allen für ihr Kommen. Es sei ein tragischer Tag in der Geschichte Georgiens, aber gleichzeitig ein Tag der Einheit. Der 9. April ist in Georgien ein Feiertag, der an das gewaltsame Vorgehen sowjetischer Truppen gegen Goergier vor 20 Jahren erinnert. Saakaschwili reagierte gelassen auf die Rücktrittsforderungen. In einer Demokratie habe jeder das Recht, seine Meinung zu sagen, sagte er. Aber trotz unterschiedlicher Meinungen habe man ein gemeinsames Vaterland, das Einheit brauche. Auch er legte im Gedenken an die 20 Todesopfer bei den sowjetischen Angriffen 1989 einen Kranz nieder.

(Saakaschwili und die Opposition befürworten einen Beitritt Goergiens zur Europäischen Union und zur NATO.)