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Anhänger des algerischen Präsidenten feiern seinen Wahlsieg

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Anhänger des algerischen Präsidenten feiern seinen Wahlsieg

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In Festlaune sind die Anhänger des algerischen Präsidenten Bouteflika, den Betrugsvorwürfen der Opposition zum Trotz: Mit 90 Prozent der Stimmen ist ihr Held wiedergewählt worden, so das amtliche Ergebnis.

Der 72-Jährige Abdelaziz Bouteflika regiert seit zehn Jahren. Dass er nun schon seine dritte Amtszeit antreten kann, wurde durch eine Verfassungsänderung möglich gemacht. Die Wahlbeteiligung habe bei 75 Prozent gelegen und damit einen Rekord erreicht, teilte der Innenminister in Algier mit. Auch er habe Bouteflika gewählt, den einzigen, der Algerien helfen könne, sagte ein Mann. Ein anderer äußerte sich weitaus skeptischer: Die Politiker seien doch unfähig, die großen Probleme des Landes zu lösen. Mehrere Parteien warfen der Regierung Wahlbetrug vor. An der Auszählung der Stimmen hätten kaum Vertreter der Gegenkandidaten teilgenommen, hieß es. Viele Algerier seien zur Wahl gegangen, weil sie sonst Nachteile am Arbeitsplatz befürchteten. Am Wahltag war es in der vor allem von Berbern bewohnten Kabylei zu Ausschreitungen gekommen. Bei der Explosion eines Sprengsatzes in der Nähe eines Wahllokals wurde ein Polizist verletzt. Regierungsgegner verwüsteten vier Wahlbüros und verbrannten die Urnen. In Algier waren 20 000 Sicherheitskräfte im Einsatz.