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Demonstrationen gegen Saakaschwili gehen weiter

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Demonstrationen gegen Saakaschwili gehen weiter

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Am zweiten Tag in Folge haben in der georgischen Hauptstadt Tiflis 25.000 Anhänger der Opposition gegen Präsident Michail Saakaschwili demonstriert und dessen Rücktritt gefordert. Sie geben ihm die Schuld an der innenpolitischen Krise und am Krieg gegen Russland im vergangenen August.

Außerdem werfen sie ihm eine autoritäre Politik vor. Saakaschwili hat einen Rücktritt mehrfach abgelehnt und der Opposition einen Dialog angeboten, den diese wiederum zurückweist.

“Ich denke, heute und gestern hat ein Teil der georgischen Bevölkerung ihre Stimme erhoben”, so der Präsident, “wir haben zugehört und verstanden, ich will deshalb antworten. Ich wiederhole mein Angebot eines Dialogs, um unsere demokratischen Strukturen zu stärken. Wir meinen, was wir sagen, dieses Angebot ist echt.” Am Donnerstag gedachte die Kaukasusrepublik des gewaltsamen Vorgehens sowjetischer Truppen gegen Georgier im Jahr 1989. Dabei waren 20 Menschen getötet worden. Schätzungsweise 80.000 Menschen demonstrierten am Gedenktag gegen Saakaschwili. Die Polizeikräfte hielten sich betont zurück. In der vergangenen Nacht schrumpfte die Zahl der Demonstranten auf wenige hundert.