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Prostitution soll Wahlkampfthema werden

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Prostitution soll Wahlkampfthema werden

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Organisation, die gegen sexuelle Ausbeutung kämpfen, wollen jetzt auch die Kandidaten zur Europawahl auf dieses Thema aufmerksam machen. Gerade hat in Frankreich die Fondation Scelles, eine Stiftung auf diesem Gebiet, erneut einen europaweiten Plan zum Kampf gegen die Prostitution eingefordert.

Nach Angaben dieser Organisationen gibt es in Westeuropa mehr als dreihunderttausend Opfer von sexueller Ausbeutung und Menschenhandel. Die Anwerber gehen demnach immer raffinierter vor und sind immer besser organisiert. Die Stiftung und ihre Verbündeten wollen nun, dass internationale Abkommen überhaupt erst einmal angewendet werden. Außerdem regen sie eine europäische Beobachtungsstelle an, die brauchbare Zahlen liefern und die Politik der EU-Länder bewerten könnte. Sie verlangen auch einen Maßnahmenplan über fünf Jahre. Er soll die EU-Länder dazu verpflichten, ihre Politik an europäischen Werten auszurichten. Aufklärungskampagnen und Abschreckungsmaßnahmen sollen gleichermaßen die Nachfrage nach Prostitution treffen.