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Proteste gehen weiter

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Mehr als 60.000 Oppositionsanhänger haben in Georgien den Rücktritt von Präsident Michail Saakaschwili gefordert. Auch in der Nacht gingen die Demonstrationen weiter. Es solle so lange protestiert werden, bis Saakaschwilli seinen Rücktritt erkläre, hieß es aus dem Oppostionslager.

“Wir werden solange hier bleiben, bis richtige Freiheit erreicht ist, bis zu dem Tag an dem jeder spürt, dass echte Demokratie in Georgien möglich ist”, meint eine Demonstrantin. “Saakaschwili, geh! Wir wollen Deinen Rücktritt.” skandierten Tausende vor dem Parlament in der Hauptstadt Tiflis. Die Polizei griff nicht ein. Die Oppositionsparteien hatten zu der Großkundgebung anlässlich des 20. Jahrestags der sowjetischen Niederschlagung der damaligen Proteste in Tiflis aufgerufen. Das Land befindet sich in einer innenpolitischen Krise. Die Regierungsgegner geben Saakaschwilli die Schuld an dem Krieg mit Russland im vergangenen August. Eine Oppositionspolitikern erklärt: Dies sei der Präsident der 20 Prozent des georgischen Territoriums verloren habe, der russische Militärbasen ins Land zurückgebracht und einen NATO-Beitritt in näherer Zukunft zerstört habe. Saakaschwilli, dessen Amtszeit noch bis 2013 geht, reagierte auf die Rücktrittsforderungen gelassen. Jeder könnte seine Meinung frei äußern, so der Präsident. In Folge des Krieges hatte Russland die von Georgien abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien als unabhängig anerkannt.