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Solidarische Hoteliers sorgen sich ums Geschäft

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Solidarische Hoteliers sorgen sich ums Geschäft

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An der Adriaküste sind die Tische gedeckt für die Opfer. Mindestens 10.000, die ihre Häuser verloren haben, sind hierher gekommen. In den Hotels von Tortoreto sind rund 1500 untergebracht. Auch das La Sirenetta ist voll belegt, die Küche kocht am Limit. Die Betreiber haben Stammgäste über Ostern ausgeladen und fürchten um ihre Saison:

“Die Regierung sagt: Macht euch keine Sorgen, das wird schon irgendwie bezahlt. Aber im Moment sind wir es, die das bezahlen: Es ist schwierig, weil wir nicht wissen, wie lange das so gehen soll, und 300 Leute mit je zwei Mahlzeiten täglich… das ist schon hart.” Die Einwohner von Tortoreto haben Essen, Kleidung, Decken und Spielzeug gesammelt. Auch bei Privatpersonen kamen die Obdachlosen unter. In Pizzoli im Katastrophengebiet selbst hat ein Supermarkt wieder eröffnet, trotz der Gefahr weiterer Nachbeben, erklärt ein Angestellter: “Wir haben beschlossen, wieder aufzumachen, wir wollten den Menschen wieder zu etwas Normalität verhelfen, auch wenn sie die nicht haben: Sie mit Brot, Milch, dem Nötigsten versorgen. Wir haben etwas Angst, aber wir wollen den Menschen helfen.” Die Erdbebenopfer sollen finanzielle Erleichterungen erhalten, doch die Regierung vertagte die Entscheidung darüber. Der Weg zurück in ein normales Leben ist noch lang.