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Staatstrauerfeier für Erdbebenopfer

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Staatstrauerfeier für Erdbebenopfer

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Italien nimmt Abschied von den Toten von l’Aquila. Auf knapp 290 ist die Zahl der Erdbebenopfer gestiegen. Ihrer werden an diesem Karfreitag tausende Menschen gedenken.

Die Messe, die gleichzeitig auch Staatstrauerfeier ist, wird unter anderem Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone zelebrieren, die rechte Hand des Papstes. Benedikt der Sechzehnte will nach Ostern die mittelitalienischen Abbruzzen besuchen. Dort soll die Suche nach Verschütteten noch über die Feiertage weitergehen. Noch immer werden bis zu 30 Menschen vermißt. Deshalb werde weitergesucht, erklärte ein Feuerwehrmann, mindestens bis Sonntag, und bis alle Vermißten gefunden seien. 28.000 Menschen wurden durch das Beben am Montag obdachlos. Die meisten von ihnen, mehr als 17.000, leben in Zelten. Ihnen fehlen Duschen, Toiletten und Strom. Und wie die Erde kommen auch sie nicht zur Ruhe: “Die Erbebenexperten sagen uns, dass es noch vier, fünf Monate lang Nachbeben geben wird. Hoffen wir, dass es dabei bleibt, und dass wird dann mit der Arbeit beginnen können.” Der Gesamtschaden wird auf drei Milliarden Euro geschätzt. Ministerpräsident Berlusconi versprach beim Wiederaufbau größtmögliche Transparenz. Staatspräsident Napolitano hatte bei seinem gestrigen Besuch Pfusch am Bau kritisiert.