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ASEAN-Gipfel abgesagt

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ASEAN-Gipfel abgesagt

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Mit Hubschraubern mussten Staats- und Regierungschefs aus einem Hotel im thailändischen Pattaya ausgeflogen werden. Sie waren angereist, um am Gipfeltreffen der ASEAN-Staaten teilzunehmen. Wegen heftiger Proteste war dieser jedoch kurzfristig abgesagt worden.

Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva hatte den Ausnahmezustand verhängt. Hauptaufgabe sei gewesen, die Abreise der Delegationen sicher zu gewährleisten, erklärte ein Regierungssprecher.

Polizei und Armee hatten Sondervollmachten erhalten. Der Ausnahmezustand ist inzwischen aber wieder aufgehoben worden.

Tausende regierungskritische Demonstranten hatten das Tagungshotel im Badeort Pattaya gestürmt. Die Demonstranten fordern den Rücktritt des Ministerpräsidenten und Neuwahlen. Sollte er diese gewinnen, würden sie ihn akzeptieren, sagte ein Sprecher der Demonstranten. Sie sind Anhänger des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra. Die Proteste richteten sich nicht gegen den ASEAN-Gipfel, sondern gegen die thailändische Regierung, betonten die Demonstranten. Der Gipfel zur globalen Wirtschaftskrise sollte offiziell heute beginnen. Die in Rot gekleideten Regierungskritiker hatten sich heftige Straßenschlachten mit regierungstreuen Demonstranten geliefert. Zahlreiche Menschen wurden dabei zum Teil schwer verletzt.