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Plünderer im italienischen Erdbebengebiet

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Plünderer im italienischen Erdbebengebiet

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Im Erdbebengebiet von l’Aquila ist es zu ersten Plünderungen gekommen. Die Polizei nahm zwei Frauen und zwei Männer fest. Alle vier sind Rumänen. Sie wurden noch am selben Tag vor Gericht gestellt. Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi kündigte für diese Woche ein hartes Vorgehen gegen Plünderer in der Katastrophenregion an. Die Erdbebenopfer selbst dürfen nur in Begleitung von Feuerwehrleuten in ihre einsturzgefährdeten Häuser zurückkehren, um dort einige persönliche Dinge zu holen. Etwa 40 000 Menschen sind infolge des Erdbebens in und um l’Aquila obdachlos geworden. 24 000 von ihnen sind in Zeltlagern untergebracht, andere in Notunterkünften und Privatquartieren. Inzwischen wurde eine Zählung aller Zeltbewohner vorgenommen. Die Daten werden an das Koordinationszentrum weiter gegeben, um sie dann zu überprüfen.

Mindestens 291 Menschen kamen bei dem verheerenden Beben der Stärke 6,2 ums Leben. Es war verheerendste in Italien seit 1980. Wie viele Opfer noch unter den Trümmern eingestürzter Häuser liegen ist nicht klar.