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Saakaschwili gibt Druck der Straße nicht nach

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Saakaschwili gibt Druck der Straße nicht nach

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Trotz landesweiter Massenproteste will Georgiens Präsident Michail Saakaschwili im Amt bleiben. In der Hauptstadt Tiflis und anderen Orten forderten gestern wieder zehntausende Oppositionsanhänger den Rücktritt des Staatschefs. Sie blockierten dessen Amtssitz und die Zentrale des staatlichen Fernsehens. Einige hielten die ganze Nacht durch. Sie wollten weitermachen, erklärt eine Demonstrantin, bis ihre Forderungen erfüllt seien.

Die Polizei hielt sich zurück. Vor eineinhalb Jahren hatte Saakaschwili Proteste gegen ihn mit Gewalt auflösen lassen. Die Opposition wirft dem Präsidenten vor, demokratische Reformen zu unterdrücken. Auch gibt sie ihm die Schuld am russischen Einmarsch im vergangenen Sommer. Diplomaten bezweifeln aber, dass die Regierungsgegner ihre Geschlossenheit aufrechterhalten können. Am Donnerstag, zum Feiertag der Unabhängikeit von der Sowjetunion, waren dreimal so viele Demonstranten auf der Straße gewesen. Dennoch will Saakschwili nicht aufgeben. Rücktrittsforderungen höre er immer wieder, so der Präsident. Sein Angebot zum Dialog soll die Opposition inzwischen angenommen haben.