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Tödliche Geisebefreiung: Französischer Segler stirbt

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Tödliche Geisebefreiung: Französischer Segler stirbt

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Französische Elitesoldaten haben im Golf von Aden die französische Segeljacht “Tanit” befreit. Dabei wurde der 27-jährige Skipper und Schiffseigner getötet. Er ist der Vater eines dreijährigen Kinds, das mit an Bord war. Es ist, wie drei Erwachsene, wohlauf.

Zwei Piraten wurden erschossen, drei weitere gefangen genommen. Im vergangenen Jahr waren zwei Befreiungsaktionen der französischen Marine unblutig verlaufen. Verteidigungsminister Hervé Morin rechtfertigte die Entscheidung des Präsidenten, einzugreifen. Ein angebotenes Lösegeld hätten die Piraten nicht akzeptiert. Stattdessen hätten diese gedroht, die Geiseln zu erschießen und das Schiff in die Luft zu sprengen und hätten versucht, die Küste zu erreichen. Die Segler – zwei befreundete Paare und das Kind – wollten nach Sansibar. Warnungen der Marine hatten sie missachtet. Den Willen, trotz der Gefahr weiterzusegeln, dokumentierten sie im Internet. Der Golf von Aden ist eine der meistbefahrenen und gefährlichsten Schifffahrtsrouten der Welt. Die Lage des Kapitäns der “Maersk Alabama” spitzt sich unterdessen zu. Schiff und Besatzung sind frei, der 53-Jährige Amerikaner aber wird in einem Rettungsboot festgehalten. Ein Fluchtversuch scheiterte. Mehrere US-Kriegsschiffe verfolgen das Boot. Doch auch die Piraten ziehen weitere Schiffe zusammen, darunter soll der vor einer Woche gekaperte deutsche Frachter “Hansa Stavanger” sein.