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Neuauszählung in Chisinau

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Neuauszählung in Chisinau

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In der Republik Moldau werden die zur jüngsten Parlamentswahl abgegebenen Stimmen neu ausgezählt. Das Verfassungsgericht gab einem entsprechenden Antrag des Präsidenten Wladimir Woronin statt. Bereits am Samstag hatte die Wahlleitung das Auszählungsergebnis der Abstimmung vom fünften April zugunsten der Opposition korrigiert. Demnach können die regierenden Kommunisten nicht mehr im Alleingang den neuen Staatschef wählen. Woronin darf nach zwei Amtszeiten in Folge nicht mehr kandidieren.

Die Opposition fordert Neuwahlen. Nach Einschätzung internationale Wahlbeobachter war die Abstimmung demokratisch, hatte jedoch einige Defizite. In der vergangenen Woche war es in der Hauptstadt Chisinau zu Protesten der Anhänger der Opposition und zu Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften gekommen. Etwa 270 Menschen waren verletzt und rund 200 festgenommen worden. Die Republik Moldau mit ihren rund vier Millionen Einwohnern zählt zu den ärmsten Ländern Europas.