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Ostermesse für Erdbebenopfer

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Ostermesse für Erdbebenopfer

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Tausende Erdbebenopfer haben in Italien in ihren Notunterkünften Ostern gefeiert. Etwa 20 000 leben in Zeltlagern in und um die Abruzzenstadt L’Aquila. Bei dem Beben am vergangenen Montag waren rund 300 Menschen ums Leben gekommen. Da auch die Kirchen durch das Erdbeben zum Teil beschädigt wurden oder einsturzgefährdet sind, feierte man das Osterfest in improvisierten Zeltkirchen oder im Freien. Ein Helfer erklärte, man versuche vor allem für die Kinder ein schönes Osterfest zu organisieren.

Unterdessen wird immer klarer, dass gravierende Baumängel mitverantwortlich für die verheerenden Schäden sind. Ermittlungen zufolge fiel u.a. ein Studentenwohheim im Stadtzentrum von L’Aquila, wie ein Kartenhaus in sich zusammen, weil der Bau einen viel zu geringen Stahlanteil aufwies. Acht junge Menschen fanden dort den Tod. Die Polizei untersucht derzeit, ob die Behörden zu nachlässig bei den Baukontrollen waren.