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Berlusconi verspricht Häuser für Erdbeben-Obdachlose

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Berlusconi verspricht Häuser für Erdbeben-Obdachlose

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Wer bei dem Erdbeben in Mittelitalien obdachlos geworden ist, soll ein neues Haus bekommen, so hat es Ministerpräsident Berlusconi versprochen. Diese Frau darf ihr Haus in der schwer betroffenen Abruzzenhauptstadt L’Aquila nur für fünf Minuten betreten, um wichtige Dinge herauszuholen. Bleiben darf sie nicht – es wäre zu gefährlich. Die Schule von Paganica kann vielleicht in einigen Wochen wieder geöffnet werden. So sieht es der Bauingenieur, der in öffentlichem Auftrag das Gebäude prüft, denn, so sagt er, alle Strukturen, die das Erdbeben ohne Schaden überstanden hätten, würden auch ein weiteres Beben der vor einigen Tagen registrierten Stärke ohne Schaden überstehen. Silvio Berlusconi machte sein Versprechen bei einem Besuch im Erdbebengebiet. In dem Dorf Coppito bei L’Aquila sagte der Regierungschef, es habe zunächst keine andere Möglichkeit gegeben, als die obdachlos gewordenen Menschen in Zelten unterzubringen, doch wolle sich die Regierung damit keineswegs abfinden, sondern alle diese Menschen in Häusern unterbringen. Durch die zahlreichen starken Nachbeben hat die Zahl der vorerst Obdachlosen weiter zugenommen. Waren zuvor bereits 18 000 Menschen in den insgesamt 32 Zeltstädten untergebracht, so kamen am Sonntag noch Tausende hinzu.