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EU-Umweltrat sucht Strategie für UN-Klimagipfel

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EU-Umweltrat sucht Strategie für UN-Klimagipfel

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Überschwemmungen, Dürren und Wasserknappheit: Die EU-Kommission will Europa für die absehbaren Folgen des Klimawandels rüsten. Aber wie ?

Ein “Informeller Umweltrat” der EU-Fachminister will hier am 14. und 15. April unter tschechischer Ratspräsidentschaft weiterkommen. Wichtigstes inhaltliches Thema: Wasser. Wichtigster Termin: Der Kopenhagener UN-Klimagipfel im Dezember. Die Bonner Konferenz für ein neues globales Klimaabkommen für die Zeit nach dem 2012 auslaufenden Klimaschutz-Protokoll von Kyoto war vor wenigen Tagen ohne konkretes Ergebnis zuende gegangen. Zentrales Thema waren Hilfen für Entwicklungs- und Schwellenländer im Kampf gegen den Klimawandel. Umweltschützer monieren, trotz der „angekündigten Führungsrolle der USA“ habe das neue Verhandlungsteam aus Washington bisher „noch keine konkreten Vorschläge auf den Tisch gelegt“. Die mächtigen Schwellenländer China und Indien fordern von den Industrieländern, ihre CO2-Emissionen um ein Vielfaches stärker zu reduzieren als bisher. Bei der Vorlage eines strategischen “Umwelt-Weissbuches” hatte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas zur Eile gemahnt. Er forderte, die EU-Staaten müssten nicht nur ihre Emissionen des gefährlichen Kohlendioxids (CO2) reduzieren, sondern auch an Strategien für ein Leben unter veränderten klimatischen Bedingungen arbeiten. Eine Verringerung der CO2 Emissionen in Europa um 30 Prozent würden vermutlich nicht ausreichen, um die globale Erderwärmung bei zwei Grad zu halten. Zur Vorbereitung des Klima-Gipfels von Kopenhagen sind noch eine Reihe von Konferenzen geplant – die nächste Anfang Juni wieder in Bonn.