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Kälte und Regen im Erdbebengebiet

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Kälte und Regen im Erdbebengebiet

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Kälte, Wind, Regen – dieses Osterfest hatten sich die Überlebenden des Erdbebens in Italien anders vorgestellt. Spätestens jetzt, eine Woche nach dem schweren Beben in den Abruzzen, hat das Leben in Zelten mit einem Campingurlaub nichts mehr zu tun.

“Eine Katastrophe”, sagt eine Frau hier; “gestern ist in meinem Zelt Wasser durchgekommen. Das ist jetzt wieder besser, aber wenn es nun kälter wird, ist das eine Katastrophe.” Zelte, die Wasser durchlassen, sollen nun ausgetauscht werden. Der Zivilschutz hat mehr Decken und Öfen in die 32 Zeltlager gebracht. Die zweihundert Zelte, die das Schweizerische Rote Kreuz geschickt hat, waren von vornherein mit Heizungen versehen. In diesen Lagern leben inzwischen mehr als zwanzigtausend Menschen – viele von ihnen wohl für längere Zeit. “Wir wissen ja, das es dauert; Druck machen hat keinen Sinn”, sagt eine Mutter. “Ich hoffe nur, dass die Kinder irgendwann mal wieder ein Dach über dem Kopf haben – aber diesmal eins aus Holz, nicht wieder aus Beton.” Hier in den Bergen ist es immer noch besonders kalt. Schon letzte Nacht war die Abruzzenhauptstadt L’Aquila – gut siebenhundert Meter hoch – Italiens kältester Ort: Und das soll auch in den nächsten Tagen erst einmal so bleiben.