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Phillips frei, Amerika feiert

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Phillips frei, Amerika feiert

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Richard Phillips, der Held. Zu Hause in den USA und An Bord der beteiligten Kriegsschiffe wurde die Befreiung des Amerikaners gefeiert. Binnen Sekundenbruchteilen hatten Scharfschützen der US-Marine drei der Piraten erschossen. Der Vierte ergab sich.

Der Kapitän hatte seine Freiheit für die seiner Mannschaft gegeben. Die feierte in Mombasa. Phillips sei ein Vorbild für alle Amerikaner, so US-Präsident Obama. Fünf Tage trieb der 53-Jährige in einem Rettungsboot, dicht gefolgt von US-Kriegsschiffen, im Golf von Aden – einer meistbefahrenen und gefährlichsten Routen der Welt. Nach der blutigen Befreiung der französischen Jacht “Tanit” warnte Frankreichs Verteidigungsminister im Fernsehen, die Gegend zu meiden. Bei der Aktion war der Skipper erschossen worden – von wem, soll eine Autopsie klären. “Ich bitte alle Landsleute: Seht davon ab. Es gibt genügend Platz, der Ozean ist groß genug auf der Welt, dass man seinen Traum woanders leben kann als in diesem Teil des indischen Ozeans, der extrem gefährliche Zone ist”, so Hervé Morin. Alle Warnungen der Marine hatten die Segler – zwei befreundete Paare und das dreijährige Kind der Eigner – in den Wind geschlagen. Ihren Willen, trotz der Gefahr weiterzusegeln, dokumentierten sie im Internet. Die übrigen Mitglieder der Besatzung sind wohlauf. Gestiegene Lösegelder hatten die Piraterie vor Somalia zuletzt explodieren lassen. Der befreite Phillips fürchtet, dass durch die Präsenz der Kriegsschiffe die Seeräuber gewaltbereiter werden. Sie halten mehr als 200 Geiseln in ihrer Gewalt, darunter mehrere Deutsche.