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Schmutzkampagne bringt Brown unter Druck

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Schmutzkampagne bringt Brown unter Druck

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Downing Street kommt nicht zur Ruhe. Erst die Pornos auf der Spesenrechnung der Innenminsiterin, nun soll Damian McBride, einer der engsten Berater des Premierministers, eine Schmutzkamagne erdacht haben: Per Dienst-E-Mail hatte er Öbszönitäten und Gerüchte über die Opposition an einen Blogger geschickt. Sie gelangten an die Presse. Und die druckte sie ab – in zensierter Form. Die Opposition ist empört.

“Da wuchert Krebs im Herzen der Verwaltung von Gordon Brown, da werden Dinge getan, die alle vernünftigen Menschen für vollkommen unakzeptabel halten. Und zwar: Lügen über Oppositionspolitiker verbreiten. Brown muss das in Ordnung bringen und sich entschuldigen. Das darf nie wieder vorkommen”, sagte Tory-Innenexperte Chris Grayling. “Das war keine Kampagne”, stellt die Labour-Abgeordnete Emily Thornberry klar, “da waren zwei Männer, die erwogen haben, etwas zu tun, und sich dagegen entschieden. Dann knackte irgendjemand den E-Mail-Zugang und ging bei Zeitungen damit hausieren.” Browns Berater trat zurück. Doch der Opposition reicht das nicht: Die Regierung solle sich in der Krise den Menschen widmen, nicht der Politik der Gosse. Für den glücklosen Premier ist die Affäre ein weiterer Rückschlag. In einem Jahr steht er zur Wiederwahl, in Umfragen führt die Opposition. Brown dürfte sich vor allem eines wünschen – etwas Ruhe, in der Downing Street.