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Castros kühle Reaktion

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Castros kühle Reaktion

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Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro hat kühl auf die Wende in der US-Kubapolitik reagiert. In einer am Dienstag veröffentlichten Zeitungskolumne klagte Castro, dass kein Wort über die Beendigung des Handelsembargos gefallen sei. Kuba werde nicht um Almosen betteln, schrieb Castro.

US-Präsident Barack Obama hatte gestern die von der Regierung Bush noch verschärften Reisebeschränkungen für Exil-Kubaner vollständig aufgehoben. Bei den Menschen in Havanna stossen die Reiseerleichterungen auf breite Zustimmung: Das so sagen sie hätte schon früher geschehen müssen. Von der Erlaubnis für US-Telkommunikationsunternehmen künftig ihre Dienste auf Kuba anzubieten hält der Regimekritiker wenig: “Eine Regierung, die den Internetzugang brutal beschränkt, weil sie das Internet fürchtet, die den Zugang zu internationalen Fernsehsendern beschränkt, wird den Kubanern keinen freien Zugang zum Internet erlauben!”, glaubt Elizardo Sanchez von der Kubanischen Menschenrechtskommission. Künftig dürfen US-Telekommunikationsunternehmen Kabel- und Satellitenverbindungen anbieten, die es Kubanern ermöglichen amerikanisches Fernsehen zu empfangen, wenn Havanna das genehmigt.