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Familiendrama mit diplomatischen Verwicklungen

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Familiendrama mit diplomatischen Verwicklungen

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An diesem Dienstag kehrte die dreieinhalbjährige Elise aus Ungarn mit ihrem Vater nach Frankreich zurück. Vor Tagen in Südfrankreich entführt, war die Weiterreise ihrer russischen Mutter in Ungarn gestoppt und die Kleine an Ostern dem Vater übergeben worden. Russlands Außenminister Sergej Lawrow, der sich persönlich einschaltete, sprach von einem juristisch komplizierten Fall und davon dass bilaterale Konsultationen notwendig seien. Die französische Justiz hat das Sorgerecht dem Vater zugesprochen, die russischen Behörden sprachen es der Mutter zu. Die jüngste, von der Mutter eingeleitete Entführung endete an der ungarisch-ukrainischen Grenze, weil die von ihrem französischen Ehemann geschiedene Russin mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde. Bereits 2007 hatte sie ihre Tochter aus Frankreich nach Moskau gebracht, gegen den Willen des Vaters. Ein Jahr später ließ ließ der Vater die Kleine von dort entführen – so die Darstellung der Moskauer Behörden. Die Mutter wird zur Zeit in Ungarn vernommen und danach möglicherweise nach Frankreich überstellt.