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Protestcamping vor Saakaschwilis Amtssitz

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Protestcamping vor Saakaschwilis Amtssitz

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Die georgische Opposition hat ihre Dauerproteste gegen Präsident Michail Saakaschwili ungeachtet stark abnehmender Beteiligung auch am Dienstag fortgesetzt. Rund 500 Aktivisten kampierten vor Saakaschwilis Amtssitz. Gestern hatten sich noch mehrere zehntausend Menschen, am vergangenen Donnerstag landesweit über 100.000 an den Protestkundgebungen beteiligt.

“Wir verlangen Saakaschwilis Rücktritt – nichts anderes. Wir lassen ihn nicht ungestört in seiner Residenz und wenn er umzieht, ziehen wir mit unseren Zelten mit!”, verspricht Oppositionsführer Koba Davitaschwili. Staatspräsident Saakaschwili zeigt sich unbeeindruckt. Nichteinmal mit russischer Hilfe werde es der Opposition gelingen, ihn aus dem Amt zu treiben: “Rußland glaubt eine Chance zu haben, zu provozieren, weil die Lage instabil ist. Die vergangenen Tage haben aber gezeigt, dass die Lage stabil ist, egal wieviel Geld sie aufwenden, es ist ihnen nicht gelungen Georgien zu destabilisieren”, sagte Saakaschwili beim Besuch eines Krankenhauses in Tiblissi. Seit der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten der Opposition im November 2007 kommt Georgien nicht zur Ruhe. Die Lage hat sich durch den Krieg um Südossetien und die Finanzkrise verschärft. Die jetzigen Dauerproteste gehen in den sechsten Tag.