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Hoffen auf Einlenken Pjöngjangs

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Hoffen auf Einlenken Pjöngjangs

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Südkorea bedauert die nordkoreanische Entscheidung, sich aus den Sechs-Parteien-Gesprächen über sein Atomprogramm zurückzuziehen. Die Regierung in Seoul ist aber zuversichtlich, dass der Norden bald wieder an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Bei Imjingak ließen südkoreanische Aktivisten Ballons mit Propaganda-Flugblättern nach Norden aufsteigen. Nordkorea sieht darin einen Verstoß gegen ein Abkommen von 2004 über die Neutralität der Grenzzone. Mit solchen Verstößen gegen bestehende Abkommen und der Verurteilung seines jüngsten Raketenstarts hatte der Norden den Ausstieg aus den Sechs-Parteien-Gesprächen begründet.

Die US-Regierung forderte Pjöngjang auf, an den Atomgesprächen mit den USA China, Rußland, Japan und Südkorea wieder teilzunehmen. “Die Sechser-Gespräche bieten für Nordkorea den besten Weg, durch Dialog Anerkennung zu finden. Wir rufen Nordkorea auf, seine provozierenden Drohgebärden zu unterlassen und seine internationalen Verpflichtungen zu erfüllen”, forderte der Pressesprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs. Die Erklärung des Weltsicherheitsrates, in der der nordkoreanische Raketenstart Anfang April verurteilt wurde, hat Pjöngjang verärgert. Aus Protest hatte Nordkorea die Wiederaufnahme seines Atomprogrammes angekündigt und die Inspekteure der internationalen Atomenergiebehörde IAEA des Landes verweisen.