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Hungerstreikender in Lebensgefahr

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Hungerstreikender in Lebensgefahr

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In Brüssel hat sich die Lage der hungerstreikenden Asylbewerber dramatisch zugespitzt. Ein 19jähriger, der seit 57 Tagen jede Nahrung verweigert, musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Er schwebt in Lebensgefahr und soll in den kommenden Tagen operiert werden. Für die betreuende Ärztin ist auch der Zustand der anderen Hungerstreikenden bedenklich: “Sie können sich kaum bewegen. Sie liegen, sie sind extrem geschwächt. Sie haben überall Schmerzen. Ihr Zustand verschlechtert sich jeden Tag”, stellt Dr. Rita Vanobberghem fest.

Mehr als 300 Ausländer ohne gültige Papiere befinden sich in Belgien an verschiedenen Orten im Hungerstreik. Viele leben seit Jahren in Belgien und haben Asylanträge gestellt, über die aber bislang nicht entschieden worden ist. Sie fordern die Regierung auf, endlich Regeln für die Erteilung von Aufenthaltspapieren festzulegen.

In den vergangenen Monaten haben Ausländer ohne Papiere mit zum Teil spektakulären Aktionen auf ihre Lage aufmerksam gemacht.