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UBS baut massiv Stellen ab

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UBS baut massiv Stellen ab

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Das Flagschiff der Schweizer Bankenflotte UBS hat auf seiner Hauptversammlung in Zürich einen weiteren massiven Stellenabbau angekündigt.

Im laufenden Jahr sollen 8700 Stellen gestrichen werden. Das ist mehr als ein Zehntel der Mitarbeiter. Die Aktionäre wurden mit Protesten empfangen. UBS-Chef Oswald Grübel teilte mit, der Schritt sei nach Milliardenverlusten im ersten Quartal unausweichlich.“Der Weg zurück zum Erfolg wird lang sein. Und wir dürfen keine kurzfristigen Befreiungsschläge erwarten, sondern werden Schritt um Schritt, konsequent und diszipliniert vorwärts gehen.” Seit Jahresbeginn hat die von der US-Immobilienkrise hart getroffene Bank bereits 1.600 Stellen gestrichen. Nun will sich der Konzern aus riskanten Geschäftsfeldern zurückziehen. Der Bankpersonalverband äußerte sich dennoch erleichtert. Die Generalsekretärin erklärte, es habe wichtige Bemühungen gegeben, die Kosten zu reduzieren, besonders auf der Chefetage. Gewisse Privilegien, die absolut nicht in die Krisenzeiten passten, seien abgeschafft worden. Das sei zu begrüßen, denn das führe dazu, dass der Stellenabbau weniger drastisch ausfallen werde. Die Lage der UBS verschlechterte sich dramatisch nachdem bekannt wurde, dass die Bank Kundendaten an die US-Steuerbehörden übermittelt hatte. Das erschütterte das Vertrauen der Kunden.