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Anit-Terror-Regime aufgehoben

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Anit-Terror-Regime aufgehoben

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Russland hat nach mehr als zehn Jahren das Anti-Terror-Regime im früheren Kriegsgebiet Tschetschenien aufgehoben. Damit wird Moskau auch rund 20.000 Soldaten abziehen, die derzeit noch dort stationiert sind. Das frühere Kriegsgebiet stand bisher unter besonderer Verwaltung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB. Präsident Dmitri Medwedew hatte den FSB kürzlich aufgefordert, diesen Status zu beenden. Medwedew bezeichnete die Situation in Tschetschenien als “stabil”. Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow sagte, das Ende des 1999 eingeführten “Anti-Terror-Regimes” helfe dem Land bei seiner weiteren wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Das während des Krieges zerstörte Grosny ist weitgehend wieder aufgebaut. Russlands Militär ging 1994 gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen der Teilrepublik Tschetschenien vor, musste jedoch 1996 einen Waffenstillstand akzeptieren. Nach einer zweiten militärischen Eroberung 2000 wehrten sich die Tschetschenen jahrelang mit Guerilla-Attacken.

Terroristen trugen den Kampf immer wieder auch nach außen, etwa bei den Geiselnahmen in einem Moskauer Musical-Theater 2002 und in einer Schule in der nordossetischen Stadt Beslan 2004.