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Hafenblockaden nach Millionenhilfe aufgehoben

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Hafenblockaden nach Millionenhilfe aufgehoben

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Nach der Zusage von Millionenhilfen durch die Regierung in Paris haben die nordfranzösischen Fischer ihre Hafenblockaden aufgehoben. Mit dem Protest wollten die französische Fischer eine Erhöhung der Fangqouten erzwingen. Nach stundenlangen Verhandlungen hatte der französische Landwirtschaftsminister Michel Barnier den Fischern in der Nacht vier Millionen Euro Entschädigung sowie Kreditgarantien zugesagt.

Die Fährgesellschaft P&O Ferries beschloss, den Verkehr zwischen Frankreich und England wieder aufzunehmen. Mehrere tausend Urlauber und hunderte Lastkraftwagen hatten sich wegen der Blockade auf der englischen Seite vor dem Fährhafen von Dover gestaut. Mit Fährabfahrten im Halbstundentakt versucht P&O den Stau abzubauen, bevor es zu einer erneuten Hafenblockade kommt. Die nordfranzösischen Fischer haben ihre Fangquoten für Kabeljau und Seezunge 2009 bereits ausgeschöpft. Die Europäische Kommission lehnt eine Erhöhung der Quoten ab, weil das den Fischbestand gefährden würde. Die französische Regierung will sich für einen Tausch von Quoten für bestimmte Fischarten einsetzen, weil einige Quoten nicht ausgenutzt werden.