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Manöver in Georgien provoziert Moskau

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Manöver in Georgien provoziert Moskau

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Russland hat die NATO aufgefordert, ein für Mai geplantes Manöver in Georgien abzusagen oder zu verschieben. Die Übung sei eine “Provokation”. Außenminister Sergei Lawrov erklärte, es sei unwahrscheinlich, dass “die Komplizenschaft der NATO mit dem georgischen Regime die richtigen Signale aussende an die, die sich ernsthaft um Stabilität auf dem Kaukasus bemühten”.

Die NATO wird der russischen Forderung aber nicht nachkommen: “Es war seit längerem geplant und bekannt, dass das Manöver in Georgien stattfinden soll. Georgien gehört mit allen Rechten und Pflichten der “Partnerschaft für den Frieden” an. Wir werden solche Übungen auch in Zukunft durchführen, vielleicht sogar einmal in Russland”, sagte NATO-Sprecher Robert Pszczel. Nach NATO-Angaben werden rund 1300 Soldaten aus 19 Staaten Anfang Mai an einer Stabsübung und in der zweiten Maihälfte an einer Feldübung teilnehmen. Die Manöver, an denen auch mehrere Nicht-NATO-Staaten teilnehmen, finden auf einem Übungsgelände in Vaziani östlich der Hauptstadt Tiblissi statt. Deutschland, Italien und Frankreich beteiligen sich nicht an der Übung. Russland und Georgien hatten im vergangenen Sommer um die abtrünnige Region Südossetien einen mehrtägigen Krieg geführt.