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Chavez vor Gipfel: "Kuba demokratischer als USA"

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Chavez vor Gipfel: "Kuba demokratischer als USA"

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Mit einem massiven Sicherheitsaufgebot und US-Unterstützung erwartet Trinidad und Tobago den am Abend beginnenden Gipfel der “Organisation Amerikanischer Staaten” und die Teilnahme von US-Präsident Barack Obama. Proteste wie vor vier Jahren in Argentinien, als George W. Bush vorzeitig abreisen musste, sind praktisch unmöglich.

Insgesamt reisen Vertreter von 34 Staaten an. Kuba ist zwar Mitglied, aber nicht eingeladen – doch in jedem Falle auf der Tagesordnung. Offizielle Themen sind Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Sicherheit. Truppen mehrerer Staaten patrouillieren auf den beiden Inseln. Noch nie hat Trinidad und Tobago einen solchen Gipfel ausgerichtet. In Venezuela kamen gestern bereits die Präsidenten Boliviens, Brasiliens, Kubas und andere linksgerichtete Staatschefs Südamerikas zusammen, um Kuba im Sanktionen-Streit mit Washington den Rücken zu stärken. Wo es mehr Demokratie gebe – in den USA oder Kuba, fragte Venezuelas Staatschef Hugo Chavez. Wer das Demokratie-Meter habe, um das zu messen? Er habe keinen Zweifel daran, dass es mehr Demokratie in Kuba als in den USA gebe. Obama hatte am Montag einige der Sanktionen gelockert. Um sie nach fast einem halben Jahrhundert ganz aufzuheben erwartet Washington von Raul Castro Fortschritte bei Bürgerrechten und die Freilassung von politischen Gefangenen.