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Vier Milliarden Euro gegen Armut und Terror

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Vier Milliarden Euro gegen Armut und Terror

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Pakistan erhält im Kampf gegen Armut und Terrorismus fünf Milliarden US-Dollar. Das sind knapp vier Milliarden Euro – deutlich mehr als erwartet. Auf der Geberkonferenz in Tokio versprach der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari, in die Grenzregion zu Afghanistan zu investieren. Sie gilt als Rückzugsort für radikale Islamisten.

Den drohenden Staatsbankrott hatte die Atommacht Pakistan im vergangenen Herbst nur durch einen Kredit des Internationalen Währungsfonds abwenden können. Gastgeber Japan gehört mit den USA zu den größten Geldgebern. Regierungschef Taro Aso sagte, ohne ein stabiles Pakistan könne es kein stabiles Afghanistan geben und umgekehrt. Die Stabilität der Grenzregion sei der Schlüssel zum Erfolg. In der Roten Moschee in der Hauptstadt Islamabad wurden die pakistanischen Behörden mit dem Extremismus konfrontiert. Sie war vor knapp zwei Jahren Schauplatz eines Aufstands radikaler Koranschüler. Bei der Erstürmung wurden nach offiziellen Angaben 100 Menschen getötet. Der Imam der Moschee, Maulana Abdul Aziz, forderte die Einführung der Scharia in ganz Pakistan. Er war erst am Donnerstag gegen Kaution freigekommen. Er rief die Gläubigen dazu auf, bis zum Tode für die islamische Rechtsordnung zu kämpfen.