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Tonartwechsel zwischen USA und Venezuela

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Tonartwechsel zwischen USA und Venezuela

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Beim Gipfeltreffen 34 amerikanischer Staaten in Trinidad und Tobago sind die Präsidenten beider Länder aufeinander zugegangen. Fotos zeigen Barack Obama und Hugo Chavez beim Händedruck. Chavez und Obamas Amtsvorgänger George W. Bush hatten sich ausgesprochen feindselig gegenübergestanden.

“Ich bin sicher, dass Präsident Obama, so wie ich, keine Vorbehalte hat, die uns davon abhalten würden, uns die Hand zu reichen”, so Chavez, und: “Ich bin dankbar für diese Geste.” Es gibt aber auch Misstöne: Chavez und andere linksgerichtete Staatschefs Südamerikas wollen die Abschlusserklärung nicht unterzeichnen. Der Gipfel geht bis Sonntag. Wichtigste Themen sind die Wirtschaftskrise, der Schutz der Umwelt und der Kampf gegen den Drogenhandel. Nach seinem Gipfel-Marathon in Europa konnte Obama auch in Lateinamerika punkten – indem er eine Partnerschaft versprach und einen von vielen geforderten Neuanfang mit Kuba in Aussicht stellte: “Ich will ein neues Kapitel des Engagements aufschlagen, das während meiner Präsidentschaft bestehen bleiben soll. Um weiterzukommen dürfen wir nicht Gefangene früherer Meinungsverschiedenheiten bleiben. Die USA wollen einen Neuanfang mit Kuba. Ich weiß, wir müssen einen langen Weg gehen, um die Jahrzehnte des Misstrauens zu überwinden.” Kuba selbst war zu dem Gipfel nicht geladen. Präsident Raul Castro bot aber an, mit Washington auch über Menschenrechte und weitere strittige Themen zu sprechen – eine Vorbedingung für die Aufhebung des jahrzehntealten US-Embargos.